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"Defibrillator/AED"-Notfallstation am Rathaus Patersdorf

04.09.2014

Die Gemeinde Patersdorf ist im Besitz eines Defibrillators genannt auch "AED" (Allgemeiner externer Defibrillator), der von jedermann bedient werden kann und die Anwendung durch Sprachanweisung erfolgt.

Der Defibrillator wurde öffentlich zugänglich am oberen Ende der Außentreppe des Rathauses montiert.

Im Ernstfall steht das Rathauspersonal zu den Öffnungszeiten oder die örtliche Feuerwehr zur Mithilfe zur Verfügung, da sie durch die Absolvierung und Auffrischung von Erste-Hilfe-Kursen ebenso für die Anwendung eines Defibrillators geschult worden sind, sei es in der Schule oder auch, wenn sich bei Privatleuten in der Nachbarschaft ein Notfall ereignen sollte.

In Deutschland sterben pro Jahr über 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Die Defibrillation ist die einzige erfolgreiche Maßnahme, um ein tödliches Kammerflimmern zu beenden und den plötzlichen Herztod zu verhindern.
Die ansonsten in Krankenhäusern und Fahrzeugen des Rettungsdienstes bereitgehaltenen Geräte finden sich zunehmend auch in öffentlich zugänglichen Gebäuden und zwar in einer für eine Anwendung durch medizinische Laien möglichen Form, so jetzt auch am Rathaus der Gemeinde Patersdorf.

Die GenoBank Patersdorf hat für die Anschaffung dieses Gerätes die Gemeinde mit einem Betrag von 500,- € unterstützt, den die Geschäftsstellenleiterin Renate Weinberger in Form eines Schecks Herrn 1. Bürgermeister Willi Dietl überreichte.

Im Rahmen einer durchgeführten Sitzung wurde der Defibrillator im Beisein von 1. Bürgermeister Dietl Willi angebracht.
Man sollte betonen, dass man nicht unbedingt hoffe, den Lebensretter einzusetzen, auf der anderen Seite man aber nunmehr für den Notfall bestens gerüstet sei.

Bei der Festlegung wurde zum einen berücksichtigt, dass bei einer öffentlichen Veranstaltung, wo der Einsatz des Defis zu erwarten sein könnte vorsorglich am Veranstaltungsort zur Verfügung gestellt/angebracht wird, da das Anfahren bestimmter Außenbereiche von einem Rettungswagen mehr Zeit in Anspruch nehmen kann und somit im Notfall die Überlebenschance steigt.

Nach den bisherigen Erfahrungen steigen die Überlebenschancen für die Betroffenen durch den frühzeitigen Einsatz von Defibrilatoren auch deutlich über 50% an, wenn bis zum Eintreffen des Notarztes mehr als fünf Minuten vergehen. Ohne Behandlung würde sie minütlich um 10% sinken.

Ablauf: Bei den jetzt installierten sogenannten automatisierten externen Defibrillatoren analysiert eine Software den Herzrhythmus und entscheidet danach, ob eine Defibrilation notwendig ist. Nur bei einem positiven Ergebnis wird eine Funktion freigeschaltet und kann dann durch den Anwender ausgelöst werden. Die Geräte sind durch ihre Bau- und Funktionsweise besonders für Laienhelfer geeignet.

Man sollte vor allem beachten, dass die Rettungskette eingehalten wird:
1. Notruf absetzen
2. Frühzeitige Herz-Lungen-Wiederbelebung
3. Frühzeitige Defribillation
4. Frühzeitige ärztliche Maßnahmen

Ein Schild an der Eingangstür macht für alle sichtbar, dass das Rathaus mit einem Defibrillator ausgestattet ist.